Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

 

Grafik: MWAE

Wirtschaftsstatistik Brandenburg

Zahlen und Fakten auf einen Blick

Fläche: 29.654 km2 


Bevölkerung (Stand 31.12.2020): 2,5 Mio.


Bruttoinlandsprodukt (in jeweiligen Preisen), 2020: 73,9 Mrd. EUR


Erwerbstätige 2020: 1,117 Mio.


Wachstum (Veränderung des BIP zum Vorjahr, preisbereinigt/verkettet), 2020: -3,2%


Arbeitslosenquote (in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen), 2020: 6,2%


Pro-Kopf-Einkommen (BIP in jeweiligen Preisen je Einwohner), 2020: 29.282 EUR


Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen (Steuerpflichtige mit Lieferungen und Leistungen über 17 500 EUR, 2018): 92.243

Die Wirtschaftsleistung in Brandenburg ist im Jahr 2020 in Folge der Corona-Pandemie gesunken. Die Veränderungsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) war im vergangenen Jahr um -3,2 Prozent rückläufig. Damit brach die Konjunktur im Land Brandenburg deutlich weniger stark ein als in der gesamten deutschen Wirtschaft (-4,9 Prozent).
In den vergangenen fünf Jahren lag damit das Wirtschaftswachstum in Brandenburg bei 0,5 Prozent und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 0,4 Prozent. Seit 2017 hat die Wachstumsdynamik deutlich an Tempo verloren. Bereits im Vorkrisenjahr wuchs die Wirtschaft lediglich um 0,4 Prozent. Motor der Konjunktur im Land Brandenburg war in den vergangenen Jahren die Binnenwirtschaft.

Die Arbeitsproduktivität erreichte 2020 im Land Brandenburg 84,8 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts. Brandenburg hat damit die höchste Arbeitsproduktivität unter den ostdeutschen Flächenländern. Das Pro-Kopf-Einkommen ist 2020 um -1,5 Prozent gesunken, dies war deutlich unter dem bundesweiten Rückgang von -3,4 Prozent. Gemessen am gesamtdeutschen Durchschnitt erreicht das Einkommen im Land Brandenburg mit 73,0 Prozent immer noch einen vergleichsweise niedrigen Wert.

Grafiken (PDF-Dateien, zum Öffnen bitte anklicken):


Der seit 10 Jahren laufende Aufschwung hat 2020, ausgelöst durch die weltweite COVID-19-Pandemie, ein abruptes Ende genommen und wird Deutschland und damit auch das Land Brandenburg voraussichtlich in eine tiefe Rezession führen. Die weltweite Krise hat massive Auswirkungen auf die brandenburgische Wirtschaft.

Die negativen Auswirkungen werden in einer aktuellen Konjunkturumfrage der brandenburgischen Industrie- und Handelskammern aus dem Sommer 2020 deutlich. Die Unternehmensbefragung wurde durch die Industrie- und Handelskammern Cottbus, Ostbrandenburg und Potsdam durchgeführt. Insgesamt haben über 550 Unternehmen teilgenommen. Die Indikatoren zur aktuellen Geschäftslage und den Geschäftserwartungen der Unternehmen haben ihre Tiefstände aus dem Frühjahr 2020 durchschritten und bewegen sich nun wieder aufwärts. Dennoch bleiben die Werte deutlich unter den Durchschnittswerten der vergangenen Jahre. Dies ist vor allem für die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der Fall. Ein Lichtblick ist trotz allem, dass der Saldo wieder positiv ist.
Andererseits ist der Blick der Wirtschaft in die Zukunft weiter getrübt. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftsaussichten negativ beurteilen, überwiegt weiterhin. Der Saldo ist noch deutlich im Minus.
Die Folgen der letzten Monate auf die Geschäfte zeigen sich auch bei den Beschäftigungsplänen. Zwar will der überwiegende Teil der Firmen keine Veränderungen vornehmen, doch jedes fünfte Unternehmen plant einen Stellenabbau.

Konjunkturtelegramm

Schnellinfo zur Wirtschaftslage


Konjunkturabbildungen

Arbeitslosenquoten (in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen)

Außenhandelsentwicklung – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat

Beschäftigte im Bauhauptgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Beschäftigte im Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Beschäftigte im Einzelhandel – Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent

Beschäftigte im Gastgewerbe – Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent

Umsatz, Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Bauhauptgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Einzelhandel – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Gastgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat

Entwicklung in den Wirtschaftszweigen seit 2019, Stand März 2021

In den vergangenen Jahren verzeichnete das Land Brandenburg eine positive Arbeitsmarktentwicklung. Von 2010 bis 2019 war die Arbeitslosenquote rückläufig; sie fiel um 5,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent im Jahr 2019. Die brandenburgische Arbeitslosenquote lag in diesem Zeitraum stets unter der Quote der neuen Bundesländer (mit Berlin).

Die Corona-Krise hat diesem positiven Trend vorerst ein Ende gesetzt. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in Folge der Corona-Krise hat zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote geführt, sie ist im Jahr 2020 um 0,4 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent angestiegen. In den ostdeutschen Bundesländern hat die durchschnittliche Arbeitslosenquote deutlich stärker zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm sie um 0,9 Prozentpunkte zu und lag im Jahresdurchschnitt 2020 bei 7,3 Prozent.

Aufgrund des vergleichsweise guten Abschneidens des brandenburgischen Arbeitsmarktes in der Corona-Krise hat sich der Abstand zwischen der brandenburgischen und der bundesweiten Arbeitslosenquote deutlich verringert. Der Abstand zwischen der bundesweiten und der brandenburgischen Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2020 nur noch 0,3 Prozentpunkte, 2010 waren es noch 3,4 Prozentpunkte.

Arbeitsmarktbericht Bundesländer (monatlich)

Arbeitsmarktbericht Landkreise (monatlich)

Arbeitsmarktbericht Bundesländer (jährlich)