Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

 

Steinbach: „Brandenburg hat Wachstumspotenzial“

Gutachten „Gewerbe- und Industrieflächenkonzept für das Land Brandenburg“ vorgestellt

Potsdam, 24. Januar 2023. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat heute dem Kabinett das Gutachten „Gewerbe- und Industrieflächenkonzept für das Land Brandenburg“ vorgestellt. In einer anschließenden Pressekonferenz betonte Steinbach: „Brandenburg hat sich zu einem international gefragten Investitionsstandort entwickelt. Um Unternehmen auch künftig attraktive Industrie- und Gewerbeflächen anbieten zu können, müssen wir jetzt Vorsorge treffen. Brandenburg hat dafür das notwendige Wachstumspotenzial.“

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie hat die Wirtschaftsförderung Brandenburg das Gutachten „Gewerbe- und Industrieflächenkonzept für das Land Brandenburg“ erarbeitet. Steinbach erklärte: „Auf dieser Grundlage können wir Investoren auch in Zukunft ein überzeugendes Flächenangebot machen. Die Ansiedlungserfolge der vergangenen Jahre haben den Standort Brandenburg deutlich gestärkt. Wir haben weitere Anfragen für neue Ansiedlungen. Um diese Ansiedlungen im Wettbewerb zu gewinnen, braucht Brandenburg geeignete Gewerbeflächen. Derzeit können nur noch 800 Hektar angeboten werden. Der Rest des bestehenden Flächenpotenzials von insgesamt 2.300 Hektar ist für Ansiedlungen noch nicht erschlossen. Diese Herausforderung müssen wir gemeinsam mit den Kommunen dringend angehen.“

Bei der Umsetzung des Konzeptes würden angesichts der stark zugenommenen Bedeutung von Klimawandel und Naturschutz ein starker Fokus auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte gelegt. „Hier werden wir mit großer Sorgfalt und Behutsamkeit vorgehen und bei konkreten Punkten wie beispielsweise der verkehrlichen Erschließung, etwaiger Waldumwandlung oder der Wasserversorgung ganz eng mit anderen Ministerien und den Kreisen und Gemeinden kooperieren“, unterstrich Minister Steinbach weiter.

Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), ergänzte: „Brandenburg hat einen sehr guten Lauf. 2022 hat die Wirtschaftsförderung Brandenburg mehr als 130 Standortangebote an ansiedlungsinteressierte Unternehmen abgegeben, mehr als in der Zeit vor Corona! Voraussetzung sind wettbewerbsfähige Gewerbeflächen – „Goldstaub“ in ganz Deutschland. Insbesondere an großen zusammenhängenden Flächen für moderne Industrien haben wir Bedarf. Mit dem Gewerbeflächenkonzept bekommt Brandenburg einen präzisen Überblick über die Flächenpotenziale für die kommenden Jahre. Das ist ein entscheidender Vorteil im Standortwettbewerb.“

Mit der Erstellung des Gutachtens „Gewerbe- und Industrieflächenkonzepts für das Land Brandenburg“ wurde 2020 begonnen. Ziel: Die Schaffung einer langfristigen strategischen Handlungs- und Planungsgrundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im Land. Es basiert auf einer umfassenden Bestandsanalyse sowie Gesprächen mit fast 200 Kommunen im Land. Ebenfalls eingebunden waren die Planungsregionen, Landkreise und kreisfreien Städte sowie die zuständigen Ministerien.

Ergebnis: Brandenburg verfügt über 911 Bestandsflächen mit insgesamt 2.302 Hektar freien Flächen. Davon sind allerdings nur 767 Hektar sofort vermarktungsfähig. Diese Flächen sind jedoch überwiegend kleinteilig. So sind in den Größenklassen 10 bis 25 Hektar nur noch 21 Standorte verfügbar, in der Größenklasse 25 bis 50 Hektar sechs Standorte. Bei den übrigen 1.535 Hektar sind zum Teil umfassende Aufbereitungsarbeiten erforderlich, insbesondere im Planungsbereich. 

Die Standorte werden bei der Umsetzung des Gewerbe- und Industrieflächenkonzeptes durch die Wirtschaftsförderung Brandenburg beraten und unterstützt. Dabei soll verstärkt auf ökologische Aspekte geachtet werden. Im ersten Schritt werden die beteiligten regionalen und kommunalen Partner über das Industrie- und Flächenkonzept informiert.

Die Erstellung eines so umfassenden Gewerbe- und Industrieflächenkonzepts ist in dieser Form bundesweit einmalig. Als Gutachter haben die EBP Deutschland GmbH in Kooperation mit der IPG Infrastruktur- und Projektenwicklungsgesellschaft mbH, der Regionomica GmbH sowie der FISCHUNDBLUME Design GbR fungiert. Die Projektsteuerung lag bei der WFBB.

Der Link zum Kurzbericht: https://mwae.brandenburg.de/media/bb1.a.3814.de/20230124_GFK_Kurzbericht_FV.pdf

Ein Faktenblatt mit den zentralen Ergebnissen finden Sie hier: https://mwae.brandenburg.de/media/bb1.a.3814.de/20230120_Faktenblatt_GFK_BB.pdf