Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

 

Illustration: MWAE

Regionale Wachstumskerne

Mit der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung verständigte sich Brandenburg auf die Förderung von 15 Regionalen Wachstumskernen (RWK). Diese bestehen aus Städten und Städteverbünden, die vorrangig bei der Stärkung ihrer besonderen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale unterstützt wurden und werden.

Die Wachstumskerne haben sich zu regionalen Arbeitsplatzzentren für ihr Umland entwickelt. Sie sind Motoren der Regionalentwicklung und spielen damit eine wichtige Rolle für die Entwicklung des gesamten Landes. Zu den Regionalen Wachstumskernen zählen: Prignitz, Neuruppin, Oranienburg-Hennigsdorf-Velten, Schwedt/Oder, Eberswalde, Fürstenwalde/Spree, Frankfurt (Oder)-Eisenhüttenstadt, Cottbus, Spremberg, Westlausitz, Schönefelder Kreuz, Luckenwalde, Ludwigsfelde, Potsdam sowie Brandenburg an der Havel. 

Seit 2005 unterstützt die Landesregierung die Regionalen Wachstumskerne gezielt. Sie haben Vorrang in verschiedenen Förderrichtlinien. Außerdem sind verschiedene Förderinstrumente ausschließlich den RWK vorbehalten. Dazu gehören unter anderem sogenannte Regionalbudgets und Regionalmanagements im Rahmen des Bund-Länderprogramms „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)".

Seit November 2019 ist die Staatskanzlei des Landes Brandenburg für den RWK-Prozess und die damit verbundenen interministeriellen Arbeitsgruppen zuständig.

Interaktive Karte mit Links zu einzelnen Websites

Karte Brandenburg Regionale Wachstumskerne klein

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Entwicklung der RWK (Arbeitsplatzdichte, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte)

Karte der Regionalen Wachstumskerne über Arbeitsplatzdichte und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

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Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)" haben Bund und Länder 2009 die Einführung des Fördertatbestandes "GRW-Regionalbudget" beschlossen. In Brandenburg dürfen nur die Regionalen Wachstumskerne ein Regionalbudget beantragen. Dieses kann eingesetzt werden, um regionale Kooperationen anzustoßen, für Stadt-Umland-Projekte, Standortmarketing, Fachkräftegewinnung und für andere Maßnahmen, die die regionale Wirtschaftskraft stärken.

Die RWK müssen sich hierfür mit ihrem umgebenden beziehungsweise angrenzenden Landkreis abstimmen. Pro Wachstumskern kann eine Summe von maximal 150.000 Euro jährlich als Budget beantragt werden. Die Regionalbudgets spielen eine wichtige Rolle für die Ausstrahleffekte der Regionalen Wachstumskerne auf ihr Umland.

Bisher wurde für 14 der 15 Regionalen Wachstumskerne ein GRW-Regionalbudget bewilligt. Einige Wachstumskerne setzen bereits ein zweites Regionalbudget um.

Brandenburg an der Havel

Eberswalde

Frankfurt (Oder) / Eisenhüttenstadt

Neuruppin

Potsdam

Prignitz

Spremberg

Westlausitz

Das GRW-Regionalmanagement unterstützt die RWK, komplexe und langwierige Wirtschaftsprojekte umzusetzen. Für einen Zeitraum von drei Jahren ist eine Förderung von bis zu 200.000 Euro jährlich bei einem Fördersatz von 75 Prozent möglich.

Förderberechtigt sind Gemeinschaftsprojekte von Wachstumskernen und ihren Umlandkreisen. Die inhaltlichen Schwerpunkte müssen den struktur- und wirtschaftspolitischen Prioritäten des Ministeriums für Wirtschaft und Energie entsprechen. Förderwürdig sind insbesondere Projekte, die zur Regionalisierung der Clusterstrategie beitragen.

Die Fördermittel sollen auf ein bis zwei inhaltliche Schwerpunkte konzentriert werden und müssen sich aus den Standortentwicklungskonzepten ableiten lassen. Umsetzungsorientierung soll dabei im Vordergrund stehen. Machbarkeitsstudien, Konzepte, allgemeine Untersuchungen etc. dürfen nur eine ergänzende und unterstützende Rolle spielen. Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) muss im Rahmen der Antragstellung versichern, dass das Regionalmanagement-Vorhaben kompatibel mit den Master-/Umsetzungsplänen der Cluster ist und die dort vorgesehenen Maßnahmen ergänzt, erweitert oder vertieft.

Bewilligte Regionalmanagements:

Neuruppin

Potsdam