Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

 

Illustration: MWE

Wirtschaftsstatistik Brandenburg

Zahlen und Fakten auf einen Blick

Fläche: 29.654 km2 


Bevölkerung (Stand 31.12.2019): 2,5 Mio.


Bruttoinlandsprodukt (in jeweiligen Preisen), 2018: 74,3 Mrd. EUR


Erwerbstätige 2019: 1,128 Mio.


Wachstum (Veränderung des BIP zum Vorjahr, preisbereinigt/verkettet), 2019: 0,8%


Arbeitslosenquote (in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen), 2019: 5,8%


Pro-Kopf-Einkommen (BIP in jeweiligen Preisen je Einwohner), 2019: 29.541 EUR


Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen (Steuerpflichtige mit Lieferungen und Leistungen über 17.500 EUR), 2018: 91.744

Die Veränderungsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug im Jahr 2019 im Land Brandenburg 0,8 Prozent. Damit hat die brandenburgische Wirtschaft stärker expandiert, als die ostdeutschen Bundesländer und die deutsche Gesamtwirtschaft, deren Wachstumsrate jeweils bei 0,6 Prozent lag.
Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag das Wirtschaftswachstum in Brandenburg bei 1,5 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 1,7 Prozent. Nachdem die Wachstumsrate bis 2017 stetig zugenommen hatte, hat sich die Wachstumsdynamik zuletzt deutlich abgeschwächt. Antriebskraft der Konjunktur im Land Brandenburg war in den letzten Jahren die Binnenwirtschaft.

Die Arbeitsproduktivität erreichte 2019 in Brandenburg 83,3 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts. Das Land Brandenburg hat damit die höchste Arbeitsproduktivität unter den ostdeutschen Flächenländern. Das Pro-Kopf-Einkommen ist 2019 mit einem Plus von 3,0 Prozent überdurchschnittlich angestiegen. Gemessen am gesamtdeutschen Durchschnitt erreicht das Einkommen im Land Brandenburg mit 71,4 Prozent immer noch einen vergleichsweise niedrigen Wert.

Abbildungen Wirtschaftswachstum

Entwicklung der Arbeitsproduktivität

Bruttoinlandsprodukt (Pro-Kopf-Einkommen in jeweiligen Preisen) je Einwohner

Der seit 10 Jahren laufende Aufschwung hat 2020, ausgelöst durch die weltweite COVID-19-Pandemie, ein abruptes Ende genommen und wird Deutschland und damit auch das Land Brandenburg voraussichtlich in eine tiefe Rezession führen. Die weltweite Krise hat massive Auswirkungen auf die brandenburgische Wirtschaft.

Die negativen Auswirkungen werden in einer aktuellen Konjunkturumfrage der brandenburgischen Industrie- und Handelskammern aus dem Sommer 2019 deutlich. Die Unternehmensbefragung wurde durch die Industrie- und Handelskammern Cottbus, Ostbrandenburg und Potsdam durchgeführt. Insgesamt haben über 550 Unternehmen teilgenommen. Die Indikatoren zur aktuellen Geschäftslage und den Geschäftserwartungen der Unternehmen haben ihre Tiefstände aus dem Frühjahr 2020 durchschritten und bewegen sich nun wieder aufwärts. Dennoch bleiben die Werte deutlich unter den Durchschnittswerten der vergangenen Jahre. Dies ist vor allem für die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der Fall. Ein Lichtblick ist trotz allem, dass der Saldo wieder positiv ist.
Andererseits ist der Blick der Wirtschaft in die Zukunft weiter getrübt. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftsaussichten negativ beurteilen, überwiegt weiterhin. Der Saldo ist noch deutlich im Minus.
Die Folgen der letzten Monate auf die Geschäfte zeigen sich auch bei den Beschäftigungsplänen. Zwar will der überwiegende Teil der Firmen keine Veränderungen vornehmen, doch jedes fünfte Unternehmen plant einen Stellenabbau.

Konjunkturtelegramm

Jahresbericht zur konjunkturellen Lage im Land Brandenburg 1. Halbjahr 2019

Schnellinfo zur Wirtschaftslage


Konjunkturabbildungen

Arbeitslosenquoten (in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen)

Außenhandelsentwicklung – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat

Beschäftigte im Bauhauptgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Beschäftigte im Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Beschäftigte im Einzelhandel – Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent

Beschäftigte im Gastgewerbe – Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent

Umsatz, Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Bauhauptgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Einzelhandel – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Gastgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat

Entwicklung in den Wirtschaftszweigen 2018, 2019, 1. Quartal 2020


Die Entwicklung auf dem brandenburgischen Arbeitsmarkt verlief in den vergangenen Jahren überaus positiv. Die Arbeitslosenquote ist allein zwischen 2015 und 2019 um 2,9 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent gefallen. Der Abstand zwischen der bundesweiten und der brandenburgischen Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2019 nur noch 0,8 Prozentpunkte, 2015 waren es noch 2,3 Prozentpunkte. Trotz des deutlichen Rückgangs in den vergangenen Jahren liegt die Arbeitslosenquote im Land Brandenburg weiterhin merklich über dem Bundesdurchschnitt
Das Beschäftigungswachstum im Land Brandenburg hat 2019 weiter angehalten, aber mit nachlassender Dynamik. Der Zuwachs umfasste nahezu alle Branchen.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat es auch bei der Arbeitsmarktentwicklung im 1. Halbjahr 2020 im Land Brandenburg eine Trendumkehr gegeben. Die Arbeitslosenzahl hat in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Dieser Anstieg war im Vergleich zur Entwicklung in den ostdeutschen Flächenländern (+7,2 Prozent) und Deutschland (+12,4 Prozent) deutlich unterdurchschnittlich.
Die Arbeitslosenquote im Land Brandenburg lag im Juni 2020 bei 6,5 Prozent, das waren 0,9 Prozentpunkte mehr als im Juni 2019. In den vergangenen Jahren lag die aktuelle Arbeitslosenquote jeweils unter der des Vorjahres. In allen ostdeutschen Flächenländern ist die Arbeitslosenquote demgegenüber noch deutlich stärker um 1,5 Prozentpunkte angestiegen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug im Juni 2020 in den ostdeutschen Flächenländern 7,7 Prozent.

Arbeitsmarktbericht Bundesländer (monatlich)

Arbeitsmarktbericht Landkreise (monatlich)

Arbeitsmarktbericht Bundesländer (jährlich)