Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE)

 

Grafik: MWAE

Wirtschaftsstatistik Brandenburg

Zahlen und Fakten auf einen Blick

Fläche: 29.654 km2 


Bevölkerung (Stand 31.12.2020): 2,5 Mio.


Bruttoinlandsprodukt (in jeweiligen Preisen), 2021: 78,7 Mrd. EUR


Erwerbstätige 2021: 1,123 Mio.


Wachstum (Veränderung des BIP zum Vorjahr, preisbereinigt/verkettet), 2021: +0,9%


Arbeitslosenquote (in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen), 2021: 5,9%


Pro-Kopf-Einkommen (BIP in jeweiligen Preisen je Einwohner), 2021: 31.062 EUR


Anzahl der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen (Steuerpflichtige mit Lieferungen und Leistungen über 17 500 EUR, 2019): 92.243

Die Wirtschaftsleistung in Brandenburg ist im Jahr 2021 leicht expandiert. Die Veränderungsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag im vergangenen Jahr um +0,9 Prozent über der des Vorjahres. Damit konnte sich die brandenburgische Wirtschaft nach dem Konjunktureinbruch im Jahr 2020 in Teilen wieder erholen. Die Wirtschaftskraft lag jedoch noch merklich unter Vorkrisenniveau. Im Vergleich zur Entwicklung in Brandenburg war das Wirtschaftswachstum deutschlandweit mit +2,9 Prozent deutlich stärker. In Ostdeutschland nahm das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um +1,9 Prozent zu.

In den vergangenen fünf Jahren lag das Wirtschaftswachstum in Brandenburg bei 0,6 Prozent und damit gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt. Die Wachstumsdynamik der vergangenen Jahre wurde durch die Corona-Krise unterbrochen. Der Aufschwung nimmt nun allmählich wieder Fahrt auf.

Die Arbeitsproduktivität erreichte 2021 im Land Brandenburg 88,0 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts. Brandenburg hat damit die höchste Arbeitsproduktivität unter den ostdeutschen Flächenländern. Das Pro-Kopf-Einkommen ist im Jahr 2021 um +4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, bundesweit nahm das Einkommen um +6,1 Prozent zu. Gemessen am gesamtdeutschen Durchschnitt erreicht das Einkommen im Land Brandenburg mit 72,3 Prozent noch immer einen vergleichsweise niedrigen Wert.

Grafiken (PDF-Dateien, zum Öffnen bitte anklicken):


Nach dem massiven Konjunktureinbruch im Jahr 2020 – ausgelöst durch die weltweite Corona-Krise – konnte sich die Wirtschaft im Jahr 2021 in weiten Teilen erholen. Die Wirtschaftsleistung blieb indes weiter unter Vorkrisenniveau.
Zum Jahresbeginn 2022 bestand die Hoffnung, dass das Jahr von einer weiteren spürbaren konjunkturellen Belebung geprägt sein dürfte und bestehende Probleme wie Lieferengpässe und das Infektionsgeschehen in den Hintergrund treten würden. Mit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine Ende Februar hat sich die Lage dramatisch geändert. Der Zusammenbruch von Wertschöpfungsketten durch den Krieg in der Ukraine und die Sanktionen der EU und anderer westlicher Staaten sowie Gegenreaktionen Russland beeinträchtigen die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland erheblich. Zu spüren ist dies v.a. durch massiv steigende Energiepreise sowie durch Produktionseinschränkungen aufgrund von Lieferengpässen. Für die Unternehmen herrscht aktuell zudem hohe Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Krise.

Konjunkturtelegramm

Schnellinfo zur Wirtschaftslage


Konjunkturabbildungen

Arbeitslosenquoten (in Prozent aller zivilen Erwerbspersonen)

Außenhandelsentwicklung – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat

Beschäftigte im Bauhauptgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Beschäftigte im Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Beschäftigte im Einzelhandel – Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent

Beschäftigte im Gastgewerbe – Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent

Umsatz, Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Bauhauptgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Einzelhandel – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in Prozent

Umsatz im Gastgewerbe – Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat

Entwicklung in den Wirtschaftszweigen seit 2019, Stand April 2022

In den vergangenen Jahren verzeichnete das Land Brandenburg eine positive Arbeitsmarktentwicklung. Von 2012 bis 2019 ist die Arbeitslosenquote in Brandenburg um 4,4 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent zurückgegangen. Damit lag die brandenburgische Arbeitslosenquote stets unter der Quote der ostdeutschen Flächenländer.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in Folge der Corona-Krise im Jahr 2020 hatte auch zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote geführt. Im Jahr 2021 ist die Arbeitslosenquote wiederum auf 5,9 Prozent gesunken. Damit liegt sie nur noch leicht über dem Vorkrisenniveau im Jahr 2019. Insgesamt hat besonders der breite Einsatz von Kurzarbeit dazu beigetragen, dass der brandenburgische Arbeitsmarkt so robust durch die Krise gekommen ist.

Aufgrund des vergleichsweise guten Abschneidens des brandenburgischen Arbeitsmarktes in der Corona-Krise hat sich der Abstand zwischen der brandenburgischen und der bundesweiten Arbeitslosenquote erheblich verringert. Im Jahr 2021 betrug der Abstand nur noch 0,2 Prozentpunkte; 2012 waren es noch 3,4 Prozentpunkte.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist in Brandenburg bis 2019 kontinuierlich gestiegen. Diese Entwicklung wurde 2020 durch die Corona-Krise kurzzeitig unterbrochen. Aber bereits im Jahr 2021 nahm die Beschäftigung wieder um 2,1 Prozent zu und lag mit 866.537 Beschäftigten (Stand Juni 2021) sogar über dem Vorkrisenniveau.

Arbeitsmarktbericht Bundesländer (monatlich)

Arbeitsmarktbericht Landkreise (monatlich)

Arbeitsmarktbericht Bundesländer (jährlich)